Stefanie Gercke

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(2004 erschienen, 2006 in Deutschland aufgelegt)

Meine Inhaltsangabe:
Catherine befindet sich mit ihrem Vater, einem Forscher, zuhause, wo sie zu einem Ball eingeladen sind. Dort lernt sie den Grafen Konstantin kennen, tanzt mit ihm und verliebt sich in ihn. Bei der Verabredung zwei Tage später erscheint er aber nicht, sie hört, dass er das Land verlassen hat, nach einem Duell, wo ein anderer getötet worden sein soll. Sie wusste, dass er plante, nach Südafrika zu reisen. - Sie sah ihn nicht mehr.
Johann, ein Sohn von bayerischen Bauern, verlässt heimlich die Heimat um nach Südamerika auszuwandern, findet aber nur ein Schiff nach Afrika. Dieses Schiff kentert bei einem Unwetter, er ist einzig Überlebender und wird von einem Zulu am Stand aufgelesen, mehr tot als lebendig. Mit diesem Zulu verbindet Johann eine lebenslange Freundschaft. Als Johann im Busch einem Lieblingssohn des Königs das leben rettet, bekommt er vom König ein riesiges Stück Land geschenkt. - Johann haust zunächst in einer Hütte, und nach einiger Zeit baut er sich ein Haus aus Lehmziegeln, mit einem Dach aus Gras und Stroh, wie dort üblich, und nennt seine Farm Inqaba. Hilfe bekommt er von dem Zulu, der bei ihm bleibt und mit ihm zusammen die Farm aufbaut.
Als Johann sein Haus fertig hat, reist er in die größere Stadt Durban, um sich eine Frau zu suchen.
Catherine ist inzwischen mit ihrem Vater auch auf dem Schiff unterwegs, auch dieses Schiff kentert bei einem großen Unwetter und sie und ihr Vater überleben, ihr Vater verstirbt aber sehr bald an den schweren Verletzungen. Das ganze Hab und gut, das sich auf Schiff befand, ist in den Fluten verschwunden. Catherine steht alleine da und erinnert sich an Bekannte ihres Vaters, die sie dann in Kapstadt aufsucht, nach einer beschwerlichen Reise dorthin auf dem Land. Catherine lernt Johann kennen, der sich sofort in sie verliebt. Catherine träumt immer noch von ihrem Grafen, Konstantin. Konstantin ist inzwischen auch in dieser Gegend, aber sie trifft ihn noch nicht. Als Johann ihr einen Heiratsantrag macht, willigt sie ein und es gibt eine Hochzeit. Sie machen sich auf zu seiner Farm Inqaba, im Zululand. Sie hatte sich ein weißes Herrschaftshaus auf dem Hügel vorgestellt, aber als sie nach langen beschwerlichen Erlebnissen nach Wochen endlich dort ankommen, sieht sei eben dieses kleine Lehmhaus, mehr eine Hütte. Schwer enttäuscht muss sich Catherine damit abfinden. Sie muss kochen lernen und mit den primitivsten Gegebenheiten dort auskommen. Sie lernt die vielen Zulufreunde und auch anderen Siedler kennen, alles Freunde von Johann.
Das Zusammentreffen von Catherine, Konstantin und Johann entwickelt sich zu einer über lange Zeit anhaltenden Tragödie. An dessen Ende Konstantin einen verdienten, grauenvollen Tod erleidet, Johann und Catherine nach schlimmen Naturkatastrophen den Wiederaufbau ihrer Farm betreiben.

 

 

 

Stefanie Gercke wurde auf einer Insel des Bissagos-Archipels vor Giunea Bessau/Westafrika als erste Weiße geboren und wanderte mit 20 Jahren nach Südafrika aus.

Politische Gründe zwangen sie Ende der siebziger Jahre zur Ausreise, und erst unter der neuen Regierung Nelson Mandelas konnte sie zurückkehren.

Sie liebt ihre regelmäßigen kleinen Fluchten in die südafrikanische Provinz KwaZulu-Natal und lebt ansonsten mit ihrer großen Familie bei Hamburg.

Dieses Buch ist 2004 erschienen, also drei Jahre vor dem Buch "Über den Fluss nach Afrika", das ich schon vorgestellt habe. Es geht um die gleiche Farm, im gleichen Gebiet, aber es spielt in einer ganz anderen Zeit.

Und liest sich von Anfang an sehr spannend. Es sind mehrere Lebensläufe geschildert, von Deutschen, Engländern, Skandinaviern, die in dieses Gebiet in Süd-Ost-Afrika ausgewandet sind, bzw. dort nach Havarien gelandet sind und geblieben sind. Diese verschiedenen Leute verbindet dann diese ganz Geschichte, eine über viele Jahre verlaufende Geschichte, beginnend mit der Pionierzeit der Europäer im Zululand.