Petra Hammesfahr

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Von Anfang an spannend geschrieben, Herr Genardy wird als der Mann  tituliert, die Mutter erscheint als  Ich-Erzählerin .
Und mit Der Mann  beginnt auch das Buch; und lässt den Mann eigentlich ganz normal erscheinen, nur eine kleine Bemerkung, dass er seine Stelle *wegen irgendwas* aufgeben musste, lässt aufhorchen.   Die Ich-Erzählerin beginnt mit Episoden aus ihrer Kindheit, wo sie schon früh von Träumen geplagt wird, wo am dritten Tag nach dem Traum ein Mensch stirbt. -  Zunächst ist noch kein Zusammenhang zwischen Dem Mann  und der Frau, der Mutter von Nicole zu sehen.
Nicole selbst ist auch noch nicht betroffen, sondern die Tochter einer Kollegin der Mutter. Hier sieht man wieder aus der Sicht des Mannes , wie er beginnt, das Mädchen zu beobachten; zunächst uninteressiert, sie ist einfach schon *zu alt* mit 11 &.aber dann doch, von dem Mädchen als *Freund* ausgesucht, mit ihr in Kontakt aufnimmt & &Es geht ganz langsam, zwischenzeitlich geht er mit seinem alten Auto *auf Fang* &..er mischt in ein Getränk, das alle kleinen Mädchen gerne trinken, ein Betäubungsmittel, vergeht sich an ihnen, wenn sie bewusstlos sind &
Der erste Teil des Buches war sehr spannend, der mittlere Teil war etwas langatmig, dennoch hielt die Spannung an. Im letzten Drittel wird es dann unglaublich makaber, die Zusammenhänge werden transparent; und als dann die Tochter einer Kollegin der Mutter missbraucht und ermordet aufgefunden wird, die Polizei aber einen ganz anderen Täter verhaftet, inzwischen ist *der Mann* bei der Mutter ins Haus gezogen, als Mieter, der Zugang zur ganzen Wohnung hat und ein Eldorado für seine verbrecherischen Absichten vorfindet. Da gibt es zuerst mal eine Nichte der Mutter, ein Baby noch, dann die Tochter, Nicole, und dann noch deren Freundin & & an allen Kindern vergeht er sich. Die Mutter nimmt das auch wahr, aber es anderen kundzutun bringt sie nicht fertig, und wenn in Ansätzen,  kaum jemand aus ihrem Umfeld glaubt ihr &..schließlich erzählt sie niemand mehr etwas von ihren Wahrnehmungen, auch ihrem Freund nicht, dem Polizisten nicht & &und beschließt auf eigene Faust die *Lösung. -  Das war jetzt eine sehr kurze Umschreibung der sehr unheimlich geschilderten Begebenheiten & &.Am Ende erwischt die Mutter den Mann, vorher schon bewaffnet mit einem Fleischermesser, und tötet ihn, als er sich gerade an ihrer Tochter vergeht & - ihr *Mord* wird als  Notwehr von der Polizei gesehen, und sie lässt es dabei.  Sie alleine hat diese Sache *geregelt* und nur ihre beiden engsten Vertrauten, ihre Kollegin, deren Tochter ermordet wurde, und ihr Freund, sind eingeweiht . - - - - -


 

 

Petra Hammesfahr, 1951 geboren, lebt als Schriftstellerin und Drehbuchautorin in Kerpen bei Köln. Mit ihren Romanen "Die Sünderin", "Der Puppengräber" und "Die Mutter" eroberte sie auf Anhieb die Bestesellerlisten.

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Diese ganze Geschichte ist, mit allen Schattierungen geschildert, unglaublicher Horror.

Aber dennoch würde ich Eltern empfehlen, so was mal zu lesen.


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