Ayaan Hirsi Ali

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Meine Zusammenfassung

Ayaan Hirsi Ali beginnt mit ihrer Geschichte, als sie ca. vier Jahre alt ist. Sie erinnert sich daran, als sie unter dem Talalbaum sitzt und von ihrer Großmutter abgehört wird, ihre Ahnenreihe über Hunderte von Jahren zurück aufzusagen muss. Sie und ihre Geschwister müssen das so früh wie möglich auswendig lernen. Das ist wichtig, erklärt sie, weil immer wenn sich zwei Somalis treffen, begrüßen sie sich mit: ich bin YXZ, Tochter des XXX, Sohn des YYY, Sohn des ZZZ und so weiter. Und dasselbe dann mit der Linie der Mutter; das wird im ersten Kapitel "Blutlinie" erklärt.
Und irgendwann, auch wenn es einige Hundert Jahre zurückliegt, haben beide einen gleichen Vorfahr, dürfen sich also "Bruder" nennen. - Und wenn sie unterwegs sind, Hilfe brauchen oder in Not geraten, verpflichtet sie ihre "Blutlinie", sich gegenseitig zu helfen.

Als später die Großmutter die Beschneidung der beiden Mädchen, also Ayaan und ihrer Schwester Haweya veranlasst, ist die Mutter unterwegs, die das eigentlich nicht gewollt hatte. Ayaan beschreibt die Beschneidung als grauenhaftes und sehr schmerzhaftes Erlebnis. Als die Mutter nachhause kommt und das Geschehene erfährt, verkracht sie sich mit ihrer Mutter, und diese muss das Haus verlassen.

Ayaan lebt mit ihrem älteren Bruder Mahad und ihrer jüngeren Schwester Haweya zusammen mit ihrer Mutter und Großmutter in Somalia. Der Vater, Hirsi Magan Isse, ist in einem Gefängnis, er war verhaftet worden, weil er ist aktiv in der Widerstandsbewegung Somali Salvation Front (SSF) ist, die die Regierung unter dem verhassten Siad Barre absetzen will. Da diese Oppositionsbewegung von der äthiopischen Regierung unterstützt wird, hat Hirsi Magan gute Kontakte nach Äthiopien.

Ayaan sah ihren Vater Hirsi Magan Isse zum ersten Mal in Mekka, als sie schon acht Jahre alt war; sie war zusammen mit Mutter und Geschwistern nach Saudi-Arabien in die Stadt Mekka gezogen, der Vater war aus dem Gefängnis geflohen und traf sich dort mit seiner Familie. Ayaas Mutter war, im Gegensatz zu ihrem Vater, eine streng gläubige Muslima und fühlte sich in dem ebenso streng islamischen Saudi-Arabien wohl. Ayaan lernte die Sitten und Gebräuche in diesem Land kennen, und fand sie grauenhaft. Die Frauen durften dort keinen Schritt alleine gehen, immer nur in Begleitung eines Mannes, und verschleiert vom Scheitel bis zur Sohle. Frauen hatte keine Rechte.

Von Saudi-Arabien reist die Familie dann nach Äthiopien, wo der Vater Verbindungen hat. Dieses Land ist der Autorin damals nicht geheuer, aber besonders ihrer Mutter nicht. Weil in Äthiopien Ungläubige leben, also Christen. Sie leben wieder in einem Haus von Bekannten des Vaters.

Später ziehen sie dann nach Kenia. Auch wieder ein Land, wo viele Christen und "Ungläubige" leben. Aber Kenia ist ein reiches Land gegenüber Somalia oder Äthiopien. Sie und ihre Schwester besuchen die Muslimische Schule und eine Koran-Schule. In Kenia leben viele Somali, einige schon sehr lange. Der Vater hat die Familie verlassen und lebt mit einer anderen Frau woanders, sie haben keine Verbindung mehr zu ihm. Die Mutter ist sehr verbittert, prügelt Ayaan oft grausam, ist strenge Muslimin und verbietet ihr eigentlich alles. Ihre Schwester lässt sich so viel nicht gefallen und entzieht sich gekonnt.

Einmal hatte die Familie einen sogenannten Koran-Hauslehrer, der dann entlassen wurde. Er kam dann wieder, und verprügelte Ayaan derart, dass sie bewusstlos war und zerschunden am ganzen Körper, besonders am Kopf. - Abends sagte sie nichts ihrer Mutter, und diese prügelte dann nochmal auf sie ein. - Sie kam dann auf Intervention von Clan-Angehörigen in die Klinik, dort wurde ein Schädelbruch festgestellt. Und sie musste einige Zeit in der Klinik bleiben.

Ob in Äthiopien, Somalia, Saudi-Arabien oder Kenia, überall waren auch andere Somali, und auch von ihrem Clan. In Somalia ist die Bevölkerung in zahlreiche Clans aufgeteilt. So findet Ayaans Mutter auch ohne den Vater immer wieder eine Wohnung, die ihr von Clan-Mitgliedern zur Verfügung gestellt wird. Auch finanziell wird sie vom Clan unterstützt. Und das gilt nicht nur, wenn sie in Somalia ist, sondern auch, wenn sie in Äthiopien, Saudi-Arabien oder Kenia ist. Selbst in Deutschland oder Holland, oder auch in USA ist das so.

Ayaan reist dann, durch Hilfe eines mächtigen Clanmitglieds, zusammen mit ihrer Schwester nach Somalia. Sie erhofft sich dort Hilfen und meint, sie könne sich in ihrer ursprünglichen Heimat wohlfühlen. - Aber das war ein Irrtum. Sie heiratete, ohne Genehmigung des Vaters usw., sie war verliebt gewesen und wollte einfach nur mit diesem Mann schlafen. Nach der Hochzeitsnacht war sie von dieser Ehe bedient, und da ihr Mann dann gleich zum Militär eingezogen wurde nach Russland, war sie ihn los. Die Ehe hatte keine Gültigkeit, wie sie später erfuhr. Aber sie hatte nun einen großen Nachteil, sie war keine Jungfrau mehr, hatte aber auch keinen Mann und Beschützer. - Ein Riesenmanko für eine Frau in diesen afrikanischen Staaten.

Als in Somalia dann die Unruhen, ausgehend von dem Clan, der den kommunistischen Regierenden Siad Barre zu dieser Zeit stürzen wollte, zunehmen und sich bürgerkriegsähnliche Zustände immer mehr ausbreiten, flieht sie wieder nach Kenia.

Nun werden zahlreiche Flüchtlingsschicksale erzählt. Tausende von Somalis sind auf der Flucht und befinden sich in einem Lager an der Grenze zu Kenia. Auch Angehörigen aus Ayaans Clan. Sie wohnt in Nairobi bei Verwandten, fährt dann auf sehr beschwerlichen Wegen wieder zurück zur Grenze, um einigen Leuten zu helfen, über die Grenze nach Kenia zu kommen. - Hatte sie anfangs geplant, eine Familie mit zwei Kindern mitzunehmen, hat sie am Ende insgesamt 50 Leute, Erwachsene und Kinder dabei, allen möchte sie über die Grenze helfen, was ihr auch mit sehr vielen Schwierigkeiten gelingt. In ihrer Wohnung in Kenia sind jetzt unzählige Flüchtlinge untergebracht. alle hausen auf engstem Raum, bis nach und nach dann einige von Familienangehörigen woanders untergebracht werden.

Auch ihr Vater hält sich wieder in Kenia auf, und als er eines Tages darauf besteht, eine von ihm arrangierte Heirat zu einem in seinen Augen sehr gut geeigneten Somali einzugehen, der in Kanada lebt, geht Ayaan zwar darauf ein, ist sich aber sehr sicher, dass sie diese Ehe nicht schließen wird, zumindest nicht vollziehen wird. Der Somali reist aus Kanada ein, die Ehe wird geschlossen, ihre Anwesenheit ist dabei nicht nötig, sie hat kein Mitspracherecht. Es wird vereinbart, dass die Hochzeitsfeierlichkeiten und richtige Hochzeit dann in Kanada stattfinden sollen. Ihr angetrauter Mann fliegt wieder ab nach Kanada, Visum, Ticket nach Kanada und alles wird er ihr zuschicken, sie soll solange in Kenia warten.

Als das alles eintrifft, fliegt sie auch nach Europa.
Und jetzt beginnt der auch sehr hochinteressante Teil, wo sie als Asylantin, dann als Flüchtling und schließlich als Neubürgerin von Holland in Holland lebt. Sie landet zunächst in Frankfurt, fliegt dann weiter nach Düsseldorf, wo sie Angehörige des Clans trifft. Die raten ihr, weiter nach Holland zu reisen, das wäre leicht möglich auf dem Landweg, und Holland sei großzügig bezüglich der Aufnahme von Flüchtlingen. Sie meldet sich dann in Holland als Asylbewerberin, und auf Rat von anderen macht sie in ihrer Geschichte im Asyl-Gesuch einige Angaben, die nicht stimmen. Alleine die Verweigerung oder Umgehung einer Heirat hätte nicht gereicht, als Asylantin anerkannt zu werden. Sie wird anerkannt, und dann in einem Asylbewerber-Lager untergebracht.

Sie spricht englisch, somalisch und suahelisch. Holländisch möchte sie so schnell wie möglich lernen, sie besucht Kurse und kann bald als Dolmetscherin fungieren. Die nächsten Monate lernt sie sehr viele andere Flüchtlinge kennen, vor allem aber Frauen, und meistens sind es muslimische Frauen. Da sie nach einiger Zeit sehr gut holländisch spricht, ist sie für Polizei und andere Behörden als Dolmetscherin tätig und verdient so nebenbei schon Geld. >
Sie möchte aber eine Ausbildung machen, und möglichst bald mit dem Studium beginnen. Da sie aber keine Hochschulreife besitzt, erwirbt sie zunächst diese und besucht die Schule, sie erreicht den Abschluss über ein Zwischenstudium für Sozialpädagogik, was dann wiederum das Sprungbrett zur Universität ist, wo sie Politikwissenschaft studieren will. Nach dem Abschluss beginnt sie ihr Studium und schließt es erfolgreich ab. Nebenbei ist sie immer als Dolmetscherin tätig.

Sie bewirbt sich dann in einem den Sozialdemokraten nahe stehendem Forschungsinstitut, bekommt die Stelle, und wird auch Mitglied bei den Sozialdemokraten.

Ich habe bisher vieles übersprungen, und überspringe auch jetzt wieder sehr viel, weil es sonst zu umfangreich wäre, in dieser Zusammenfassung alles zu übernehmen.

Die Haltung der Sozialdemokraten in Holland gegenüber dem Islam oder allen Andersgläubigen, insgesamt den Ausländern und Flüchtlingen im Gesamten, ist sehr liberal. Und mehr und mehr wird z.B. den Muslimen gestattet, eigene Schulen, eigene Moscheen usw. zu errichten. Ihr geht das total gegen den Strich. Sie sieht darin eine Konservierung der islamischen Sitten, vor allem gegenüber Frauen und Kindern und ihr Kampf dagegen manifestiert sich zunehmend. Als sie dann die Partei verlässt und zu den Liberalen übertritt, geschieht das deshalb, weil sie bei ihnen mehr Verständnis für ihre Ansichten über den Islam sieht.

Als sie dann aber immer mehr bekannt wird, Zeitungsartikel veröffentlicht, Auftritte im Fernsehen hat, bekommt sie Drohungen von den Islamisten. Es wird gefährlich für sie.
Als sie dann mit dem Filmer van Gogh zusammen den Film "Submission: Part One", (weil die Unterwerfung im Islam so viele Formen des Leidens hervorbringt) dreht, und der auch im TV bei einem Auftritt von ihr gezeigt wird, beginnt ihre Flucht, ihre Verfolgung durch die Islamisten.

Von da an muss sie immer häufiger ihre Wohnung wechseln, ihr Haus verlassen, ohne Leibwächter gibt es kein Leben mehr für sie. Da sie mittlerweile Angehörige einer politischen Partei ist, bekommt sie Personenschutz, muss aber zum Schluss fast täglich ihre Bleibe wechseln.

Ihre Partei war an die Regierung gekommen, weil die Sozialdemokraten und die christliche Partei keine Koalition zuwege brachten, und dann die Liberalen mit den Christdemokraten und noch einer kleineren Partei die Regierung stellten. - Und Ayaan Hirsi Ali war im Parlament.

Sie machte van Gogh immer mehr klar, dass er in großer Gefahr sei, was dieser aber nicht glaubte.
- Als er dann von Islamisten erschossen wird, wird auch ihre Lage immer gefährlicher, und sie kann nirgendwo mehr leben, immer auf der Flucht. Sie kann keinen Schritt mehr alleine irgendwohin gehen.

Auf Zuraten einiger Freunde verbringt sie dann einen Urlaub in Kalifornien, kann sich dort gut erholen. Hier nur in ganz großen Sprüngen: Als sie später wieder nach Holland zurückkehrt gibt es große Schwierigkeiten in der Koalition und aufgrund von Parteiquerelen entzieht ihr die Außenministerin, einmal eine gute Freundin von ihr, die genau wusste, dass sie falsche Angaben im Asylgesuch damals gemacht hatte, die holländische Staatsbürgerschaft wegen falscher Angaben im Asylgesuch.

Die Regierung, bzw. die Koalition bricht auseinander. Ayaan hatte aber schon vorher beschlossen ihr Amt im Parlament aufzugeben.

Ayaan Hirsi Ali hatte bereits bei ihrem vorherigen Aufenthalt in USA Kontakt mit "American Enterprise Institute in Washington" aufgenommen, und bekommt im Mai die Nachricht, dass sie dort angenommen wird und arbeiten kann, ab September 2006.

Es wird nun ausführlich die politische Situation in Holland geschildert, auf die ich jetzt nicht näher eingehen möchte.

Als sie sich gerade in Colorado aufhält, wo sie an einer Konferenz teilnimmt, erfährt sie, dass sie die holländische Staatsbürgerschaft wieder bekommen hatte. Sie konnte nun ein Visum für die USA beantragen.
Sie erklärte öffentlich, dass ihr der Zerfall des Kabinetts, also der Regierung in Holland sehr Leid tue. Sie erklärte aber auch deutlich, dass sie Holland als ein friedliches, offenes, tolerantes und freies Land erlebt hat, und dass sie froh ist, eine Holländerin zu sein.

Ayaan Hirsi Ali:

"Egal, wie man über das Thema denkt, Amerika hat die Führung der freien Welt inne. Ich habe keineswegs das Gefühl, dass ich meine Ideen verrate, wenn ich sie in den USA vortrage. Im American Interprise Institute in Washington werde ich mehr Zeit zum Nachdenken haben als im Parlament in Den Haag, wo ich versuchte, Programme in den legislativen Prozess einzuschleusen und Mehrheiten für sie zu finden. Auf die Gefahr hin, mich zu wiederholen: Ich verlasse Holland nicht wegen der Probleme mit meiner Staatsbürgerschaft. Es ist vielmehr eine ganz persönliche Entscheidung, die ich bereits lange vor dem Drama um meine Einbürgerung getroffen habe." - - -

 

 

 

Ayaan Hirsi Ali (eigentlich: Ayaan Hirsi Magan; geb. 1969 in Somalia,

wuchs in Somalia, Saudi-Arabien (Mekka) Äthiopien und Kenia auf.

 

Da dieses Buch ihre Biografie ist, erübrigt sich eine nähere Vorstellung.

 

 

 

Daten zum Buch:

Übersetzer: Emmert, Anne; Schlatterer, Heike Verlag:

Piper2008 2. Aufl. 2008. Ausstattung/Bilder:

493 S., 8 meist farb. Bildtaf. Seitenzahl: 493

Serie Piper Bd.5086 ISBN-13: 9783492250863

ISBN-10: 3492250866

ISBN-10: 3492250866

 

 

Ayaan Hirsi Ali ist eine faszinierende Persönlichkeit und es ist sehr spannend, ihre Lebensgeschichte zu lesen, die so unterhaltsam wie ein Roman ist.

Ich habe sie öfter schon im TV gesehen, vor allem damals als diese Sache mit diesem Theo van Gogh in Holland war. - Und auch ihre Beschreibungen bei anderen Organisationen über diese Beschneidungsrituale bei Mädchen, die sie sehr beeindruckend erzählt, und wie es ihr persönlich damals ergangen ist.

Was mich besonders beeindruckt in diesem Buch, erster Teil, ist, wie sie die Clans, die Entstehung des Bürgerkriegs in Somalia beschreibt.

Und ganz interessant ist es für mich, zu verfolgen, wie in den 70iger Jahren bereits diese Kreise der heute "Fundamentalisten" genannten Muslims entstanden. Sie beschreibt, wie auch sie sich da eine Weile anschloss, auch zuhörte, aber dann doch begann, aktiv darüber nachzudenken, was da alles so über den Koran erzählt wird. Und vor allem, wie er interpretiert wird.

Weiter ist sehr interessant, wie sie den Koran untersucht, einzelne Stellen hinterfragt und zu ihren Schlüssen kommt. Nämlich, dass dieser Mohammed den Koran erst Jahre nach dem angeblichen Erscheinen von Allah geschrieben hat, und zwar in Saudi-Arabien, aus einem Wüstenstaat, einem total von Männern beherrschten Gesellschaftsrahmen.

Sie geht einen weiten Weg, zunächst als gläubige Muslima, gibt nach jahrelangen Recherchen und Untersuchungen ihren Glauben auf. - Das ist eine Befreiung für sie; als Muslima hatte sie sich immer unterdrückt gefühlt. Immer in Angst vor der Höllenandrohung im Islam, der nur Verbote kennt, höllische Strafen, und vor allem: totale Macht der Männer über Frauen und Kinder.

Aus diesen ganzen Überlegungen und Untersuchungen heraus konnte sie schließlich zu ihren Überzeugungen kommen, dass es auf keinen Fall zu vertreten ist, dass es den Islamisten erlaubt wird, in Europa ihre Lehren erstens weiter zu verbreiten, und zweitens auch noch Schulen und Moscheen hier zu errichten. Und sie kann und will nicht hinnehmen, dass in Holland, oder eben in allen nicht-muslimischen Ländern die Sitten und Gesetze des Islam gelten.

Es kann in ihren Augen nicht sein, dass muslimische Frauen von ihren Männern verprügelt, unterdrückt, von ihren Müttern verstümmelt (die Beschneidungen finden in Holland auf dem Küchentisch statt), in diesen westlichen Ländern einfach die muslimischen Gesetze gelten könnten.

Wird das Nichtfunktionieren der wirtschaftlichen, sozialen und politischen Praktiken in islamischen Ländern von vielen im Westen als Folge der Kolonialisierungen gesehen, sieht Ayaan Hirsi Ali das ganz anders. Nämlich darin, dass der Islam ein Funktionieren verhindert.
Im Islam gibt es weder Diskussionen noch Infragestellung der Gesetze, die einst Mohammed in seinem Koran festgehalten hatte. Es gibt nur bedingungsloses Gehorchen, und das Gesetz, alles in die Hände von Allah zu legen.
Alle, aber insbesondere die Armen und Frauen und Kinder sollen also alles einfach als von Allah gegeben hinnehmen. Alle die das nicht machen, sind Ungläubige und der Verdammnis preisgegeben und müssen/sollen/dürfen misshandelt, verfolgt und ermordet werden.

Ganz besonders interessant war für mich zu erfahren, wie in den siebziger Jahren in Somalia, Arabien, Kenia, kurz in allen islamischen Ländern diese "Bruderschaften" gegründet wurden. Diese gingen von Haus zu Haus, warben um Gläubige, und ihnen schlossen sich besonders viele Jugendliche an. -

Als äußeres Zeichen konnte man damals schon feststellen, dass bis dahin wenig verschleierte Frauen plötzlich zu diesen grausigen, wollenen "Zelten" griffen und sich überstülpten.

Und die Einflussnahme zeigte sich auch in den westlichen Ländern, wo dann in der dritten Generation lebende Muslima plötzlich begannen, sich wieder zu verhüllen. Diese Bruderschaften sind die Initiatoren bzw. Gründer dieses Dschihad (Heiliger Krieg).

Die Autorin erklärt das sehr verständlich und geht vor allem auf den Ursprung zurück, was für mich bis dato immer sehr unklar war.

In meinen Augen hat die Autorin mit ihrem Werk einen wertvollen Beitrag nicht nur zur Information, sondern vor allem auch zum Verständnis für uns hier im Westen geleistet, diese ganze undurchsichtige Sache zu verstehen.
Und vor allem, dass alles, was sich gegen diese Islamisten richtet, nicht als Fremdenfeindlichkeit und Rassismus verstanden werden darf.

Hier noch aus den letzten Seiten zitiert:

"Als ich vor Jahren von der Universität in Leiden kam, hielt ich die Politik für eine wahrhaft edle Angelegenheit. Die demokratischen Institutionen waren in meinen Augen die Mittel, die Menschen ersonnen hatten, um eine bessere Welt zu schaffen. Das glaube ich noch immer. Doch ich habe gelernt, dass die Politik wie jeder andere menschliche Tätigkeitsbereich zu einem hässlichen Spiel verkommen kann: Clan gegen Clan, Partei gegen Partei, Kandidatin gegen Kandidat, der Sturz von Regierungen über Banalitäten. Die Beobachtung der Macht wird, so hoffe ich, angenehmer sein als die Ausübung.". - - - - - - -

"- - - - - In Saudi-Arabien begegnete mir als kleinem Kind zum ersten Mal die ganze Macht des Islam. Dieser Islam unterschied sich grundlegend von dem Religionsmischmasch meiner Großmutter, in dem der Islam mit Zauberei und vorislamischen Glaubensinhalten vermengt war. Saudi-Arabien ist die Quelle des Islam und seine Quintessenz." - - - - - "Die Botschaft dieses Buches, wenn es denn eine haben muss, geht dahin, dass wir den Schmerz dieses Übergangs nicht unnötig verlängern dürfen. Wir dürfen Kulturen, die vor Bigotterie und Hass gegen Frauen und Kinder nur so strotzen, nicht länger zugestehen, dass sie eine akzeptable alternative Lebensart zu bieten hätten." - - - -

"Wenn behauptet wird, die Werte des Islam seinen Mitleid, Toleranz und Freiheit, dann sehe ich mir die Kulturen und Regierungen an, die da sind, und erkenne, dass dies schlichtweg nicht stimmt. Im Westen werden solche Aussagen geschluckt, weil man hier aus Furcht davor, als Rassist zu gelten, gelernt hat, Religionen und Kulturen von Minderheiten nicht allzu kritisch zu hinterfragen. Daher findet man es faszinierend, dass ich keine Angst davor habe." - - -

"In den vergangenen 50 Jahren wurde die muslimische Welt in die Moderne katapultiert. Von meiner Großmutter bis zu mir sind es nur zwei Generationen, doch in Wahrheit überspannt die Reise ein Millennium. Wenn man mit dem Lastwagen über die Grenze nach Somalia fährt, stellt man noch heute fest, dass man Tausende von Jahren in die Vergangenheit gereist. ist." - - - - -